Bonn (ots) Im Jahr 2023 wurden in Deutschland so viele Kinder eingeschult wie seit 20 Jahren nicht mehr, und die Zahl der Einschulungen ist in fast allen Bundesländern gestiegen. Gleichzeitig sind die meisten Deutschen überzeugt, dass die Kommunen viel zu wenig für die Sicherheit auf Schulwegen tun.
In einer aktuellen, repräsentativen Online-Umfrage der Initiative für sichere Straßen (https://www.sichere-strassen.org), durchgeführt von OmniQuest, bescheinigen die Deutschen den Kreisen, Städten und Gemeinden mangelndes Engagement in Bezug auf die Sicherheit der Schulwege. Nur 26% der Befragten waren in diesem Bereich vollends zufrieden, während 62% der Meinung sind, es müsse deutlich mehr getan werden oder halten die Schulwege für unsicher.
Weitere Details der Umfrage: Die Bürger im Westen Deutschlands sind am unzufriedensten mit der Sicherheit der Schulwege. Unter den unter 30-Jährigen gelten Schulwege als deutlich sicherer im Vergleich zu Menschen über 30 Jahren. Diese Einstellung könnte sich verändern, wenn eigene Kinder betroffen sind.
"Viele Kommunen sehen sich derzeit mit verschiedenen Themen konfrontiert, und die Sicherheit im Verkehr und auf Schulwegen steht meist nicht sehr weit oben auf der To-Do-Liste", berichtet Arno Wolter, Geschäftsführer der Initiative für sichere Straßen, die sich für mehr Sicherheit und Miteinander im Straßenverkehr einsetzt.
Dennoch könne man klein und pragmatisch beginnen: "Kommunen benötigen nicht sofort riesige Budgets für den Umbau von Straßen. Es wäre hilfreich, wenn die Kinder wüssten, welche Wege am sichersten sind und wo sie besser aufpassen sollten. Hierfür sollten Kommunen bzw. Schulen systematisch Schulwegpläne erstellen, idealerweise digital, da sie schnell und flexibel einsetzbar sind, anstatt stückwerkhaft veraltete Papierlösungen zu verwenden. Dies ist weder zeitgemäß noch berücksichtigt es aktuelle Daten zu Verkehr und Unfällen", so der Verkehrsexperte. Er kann nicht nachvollziehen, dass sich vielerorts gar nicht um das Thema gekümmert wird, obwohl Schulwegpläne in einigen Bundesländern sogar vorgeschrieben sind.
Die Initiative für sichere Straßen hat in mehrjähriger Forschungsarbeit in Kooperation mit renommierten Hochschulen einen Online-Schulwegplaner entwickelt, der bundesweit verfügbar ist. Dieser berücksichtigt aktuelle Unfalldaten ebenso wie Zehntausende von von Verkehrsteilnehmenden gemeldete bzw. bearbeitete Gefahrenstellen und weitere verkehrsrelevante Daten. Erreichbar ist der Planer unter https://www.gefahrenstellen.de
Die Initiative für sichere Straßen GmbH setzt sich engagiert für die Förderung von Sicherheit und Miteinander im Straßenverkehr ein. Mit Sitz in Bonn widmet sich die Organisation der Entwicklung von Maßnahmen und Projekten, die darauf abzielen, die Straßen sicherer zu machen und das Verkehrsbewusstsein zu stärken.
Ein zentrales Anliegen der Initiative ist die Sicherheit von Schulwegen. In einer Zeit, in der die Zahl der Einschulungen in Deutschland einen Höchststand erreicht hat, wird besonderes Augenmerk auf die Schulwegsicherheit gelegt. Die Initiative für sichere Straßen GmbH hat erkannt, dass trotz steigender Einschulungszahlen und der zunehmenden Bedeutung dieses Themas die Sicherheit auf Schulwegen oft vernachlässigt wird.
Die Organisation führt Forschungsarbeiten durch und kooperiert mit renommierten Hochschulen, um innovative Lösungen zu entwickeln. Ein Ergebnis dieser Bemühungen ist ein Online-Schulwegplaner, der bundesweit zugänglich ist. Dieser Planer berücksichtigt nicht nur aktuelle Unfalldaten, sondern auch gemeldete Gefahrenstellen und andere relevante Informationen von Verkehrsteilnehmenden. Die Initiative setzt dabei auf digitale Planungstools, um zeitgemäße und effektive Lösungen für die Schulwegsicherheit zu bieten.
Die Initiative für sichere Straßen GmbH geht davon aus, dass auch mit begrenzten Budgets viel erreicht werden kann, wenn Maßnahmen klein, pragmatisch und zielgerichtet umgesetzt werden. Neben der Entwicklung von digitalen Schulwegplanern setzt sich die Organisation dafür ein, dass Schulen und Kommunen systematisch an der Erstellung solcher Pläne arbeiten. Diese sollten idealerweise digital sein, um aktuelle Daten zu berücksichtigen und flexibel eingesetzt werden zu können.
Die Arbeit der Initiative für sichere Straßen GmbH ist besonders relevant in einer Zeit, in der die Sicherheit auf Schulwegen nicht nur als eine lokale Angelegenheit betrachtet wird, sondern als eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung. Durch ihre Projekte und Maßnahmen trägt die Initiative aktiv dazu bei, die Straßen sicherer zu gestalten und das Bewusstsein für Verkehrssicherheit zu stärken.