Umfrage der DEVK: Fahrerflucht sollte eine Straftat bleiben

Köln (ots) Eine repräsentative Civey-Umfrage im Auftrag der DEVK zeigt, dass fast 60 Prozent der Menschen mit einem Führerschein den Vorschlag ablehnen, Fahrerflucht bei Unfällen ohne Verletzte als Ordnungswidrigkeit zu klassifizieren. Dieser Vorschlag wurde von Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) vorgeschlagen, um Unfallflucht nur dann als Straftat zu betrachten, wenn Menschen verletzt werden. Wenn es bei einem Unfall ohne Verletzte kracht, soll dies stattdessen als Ordnungswidrigkeit gelten, die lediglich mit einem Bußgeld geahndet wird. Im Falle einer Straftat könnten hingegen bis zu drei Jahre Haft drohen. Buschmanns Ziel ist es, den Aufwand für Polizei, Staatsanwaltschaften und Gerichte zu reduzieren. Doch wie denken Autofahrerinnen und Autofahrer über diesen Vorschlag?

DEVK-Umfrage_Fahrerflucht-2023-09-25%20Grafik Bildrechte: DEVK Versicherungen Fotograf: DEVK/dpa-infografik

Die Beauftragung der Umfrage durch die DEVK

Die DEVK, als der fünftgrößte Pkw-Versicherer in Deutschland, hat das Meinungsforschungsunternehmen Civey damit beauftragt, dies herauszufinden. Im September wurden bundesweit über 2.500 Menschen mit Führerschein befragt. Die Umfrage zeigt, dass 58,3 Prozent den Vorschlag von Marco Buschmann negativ bewerten, während etwas über ein Viertel dafür sind. Besonders in der Gruppe der Studierenden findet der Bundesjustizminister Unterstützung, da hier 47 Prozent die Idee befürworten, während nur etwa 36 Prozent für die Beibehaltung der Straftat sind. Beamte sowie Arbeiterinnen und Arbeiter sind ebenfalls überdurchschnittlich gegen eine Änderung der bisherigen Regelung.

Typische Bagatellschäden ohne Verletzte entstehen beim Ein- und Ausparken. Fast 80 Prozent der Fahrerinnen und Fahrer haben solche Parkschäden wie Dellen oder Kratzer am Auto aus eigener Erfahrung erlebt. Selbst bei den unter 30-Jährigen haben bereits über 60 Prozent ähnliche Schrammen an ihren Fahrzeugen erlebt.

Die Umfrage zeigt auch klare Vorstellungen darüber, wie sich eine Person verhalten sollte, die unbemerkt an einem fremden Auto einen Bagatellschaden verursacht. 70 Prozent der Befragten erwarten, dass die Person die Reparaturkosten übernimmt, und fast 60 Prozent erwarten, dass sie einen Zettel mit Kontaktdaten hinterlässt. Nach der aktuellen Rechtslage ist diese Reaktion jedoch nicht ausreichend; notwendig wäre es, am Fahrzeug zu bleiben, bis der Eigentümer des beschädigten Wagens zurückkehrt. Nur knapp 42 Prozent der Befragten, die selbst von einem solchen Vorfall betroffen sind, wünschen sich diese Vorgehensweise. Weniger als ein Viertel würde die Polizei rufen oder sich persönlich entschuldigen.

Parkschäden sind allgemein ärgerlich. Mehr als 63 Prozent der Autofahrenden reagieren verärgert, wenn sie ihr Auto mit kleinen Schäden vorfinden, ohne zu wissen, wer dafür verantwortlich ist. Über ein Drittel möchte vor allem wissen, wer den Schaden verursacht hat, während fast 29 Prozent hoffen, dass die Person erwischt wird. Nur knapp gefolgt von denjenigen, die versuchen, ruhig zu bleiben. 16,1 Prozent wären jedoch richtig wütend und würden sich darüber freuen, wenn der Verursacher oder die Verursacherin selbst einen solchen Schaden erleben würde. Fast jede und jeder Vierte wünscht sich vor allem, dass nichts passiert wäre.

Die DEVK thematisiert das gute Gefühl, wenn nichts passiert, auch in ihrer neuen Kfz-Kampagne. Ab heute läuft dazu im TV ein Werbespot, in dem Schauspieler Fridolin Sandmeyer unterhaltsam präsentiert, wie gut es sich anfühlt, wenn das Auto unversehrt bleibt. Die Idee zur Kampagne stammt von der Kreativagentur Grabarz & Partner, mit der die DEVK seit über 20 Jahren zusammenarbeitet. Regie führt Arne Feldhusen, bekannt von den Serien "Stromberg" und "Der Tatortreiniger". Werbespots der DEVK: www.youtube.com/devk

Die Meinungsforschungsfirma Civey hat im Auftrag der DEVK vom 31.08. bis 08.09.2023 2.500 Autofahrerinnen und Autofahrer online repräsentativ befragt. Die statistische Fehlerquote der Gesamtergebnisse beträgt 3,3 Prozent.

Über die DEVK

Die DEVK Versicherung ist seit über 135 Jahren eine vertrauenswürdige Anlaufstelle für Versicherte in Deutschland. Ursprünglich von Eisenbahnern für Eisenbahner gegründet, hat sich die DEVK im Laufe der Jahre zu einer Versicherungsgesellschaft entwickelt, die heute deutschlandweit rund 4,2 Millionen Kundinnen und Kunden betreut und mehr als 15,3 Millionen Risiken in sämtlichen Versicherungssparten abdeckt. Mit einem Team von insgesamt rund 7.500 engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Innen- und Außendienst ist die DEVK stets bereit, schnell und tatkräftig Hilfe zu leisten.

Die DEVK hat zudem langjährige Partnerschaften mit den Sparda-Banken aufgebaut, die ihr zusätzliche Stabilität und Verlässlichkeit verleihen. Gemessen an der Anzahl der Verträge nimmt die DEVK eine herausragende Position im deutschen Versicherungsmarkt ein. Sie zählt zu den vier größten Anbietern für Hausratversicherungen, den fünf größten für Pkw-Versicherungen und den sechs größten für Haftpflichtversicherungen in Deutschland.

Die langjährige Erfahrung, das Vertrauen der Kundinnen und Kunden sowie die breite Palette an Versicherungsleistungen machen die DEVK zu einem wichtigen Akteur auf dem deutschen Versicherungsmarkt. Mit ihrem Engagement und ihrer Solidität hat die DEVK es sich zur Aufgabe gemacht, die Risiken des Alltags ihrer Versicherten zuverlässig abzusichern und für umfassenden Schutz zu sorgen.

Previous Post Next Post